Wie können Landwirtschaft, Gewässerschutz, Energieversorgung und Klimaanpassung gemeinsam zur Zukunft des ländlichen Raums beitragen? Antworten auf diese Frage standen im Mittelpunkt eines Feldtags im Wurzener Land. Im Agroforst Böhlitz und am renaturierten Tauchnitzgraben informierten sich Fachleute aus Kommunen, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz über innovative Ansätze, die ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander verbinden. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Förderprojekte AGROfloW und ZENAPA statt.

Fachgruppen beim Feldtag am Tauchnitzgraben mit dem angrenzenden Agroforst

Unterschiedliche Vortrags-Gruppen am Tauchnitzgraben

Agroforst im Wurzener Land mit Nutzen für Klima, Wasser und Energie

Die Teilnehmenden erlebten vor Ort, wie moderne Agroforstsysteme Böden und Gewässer schützen sowie die Artenvielfalt fördern. Zudem machen sie die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass Klima- und Umweltschutz konkrete wirtschaftliche Perspektiven für die Region eröffnen können. In beiden Agroforstsystemen wurden insgesamt rund 30.000 Pappeln gepflanzt. Das Holz soll künftig von der Wurzener Land-Werke GmbH für die regionale Wärmeversorgung genutzt werden. Darüber hinaus dienen die Flächen als Forschungsstandorte, an denen neue Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels erprobt werden.

„Der Feldtag hat gezeigt, dass Klima- und Umweltschutz, Energieversorgung und regionale Entwicklung keine Gegensätze sind. Wenn wir diese Themen sinnvoll miteinander verbinden, entstehen Lösungen, von denen Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen profitieren“, erklärte Stefanie Kleine von den Wurzener Land-Werken.

Böhlitz und Tauchnitzgraben als Modell für die regionale Entwicklung

Im Mittelpunkt des Feldtags stand die Frage der Übertragbarkeit. Erfolgreiche Projekte sollen auch an anderen Standorten umgesetzt werden.

Auch der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Ulrich Menke, würdigte die bisherigen Leistungen der Projektpartner. Er betonte, dass mit den Projekten in Böhlitz und am Tauchnitzgraben wichtige Pionierarbeit geleistet wurde. Die dabei gewonnenen Erfahrungen könnten dazu beitragen, ähnliche Vorhaben künftig auch an anderen Standorten leichter umzusetzen.

Quelle: Wurzener Land-Werke GmbH

Impressionen

Der MDR und waren ebenfalls beim Feldtag vor Ort und hat einen Videobeitrag in der Sendung „MDR um 4“ veröffentlicht.