Die Wurzener Land-Werke Glasfaser GmbH treibt den Ausbau der digitalen Infrastruktur im Wurzener Land weiter voran. Während das laufende Breitbandprojekt seinem Abschluss entgegensieht, befindet sich bereits das nächste Ausbauvorhaben für rund 1.770 weitere Adressen in der finalen Vergabephase. Nach aktuellem Stand wird der Baustart 2027 erfolgen.
Seit 2021 läuft das erste große Fördervorhaben, das im Zuge einer Projekterweiterung mittlerweile rund 2.650 unterversorgte Adressen in Bennewitz, Lossatal, Thallwitz und Wurzen die Chance auf einen kostenlosen Glasfaseranschluss eröffnet. Netzbetreiber ist die envia TEL GmbH.
Nach aktuellem Bauzeitenplan sollen die Ausbaugebiete in Bennewitz und Thallwitz im Jahr 2026 vollständig abgeschlossen werden. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist im Frühjahr 2027 vorgesehen.
Projektträgerwechsel sorgt für VerzögerungenBesonders organisatorische Veränderungen im Förderverfahren führen aktuell zu Wartezeiten. Im Zuge des Projektträgerwechsels beim Fördermittelgeber Bund müssen sämtliche Projektdaten übertragen, neue Ansprechpartner eingearbeitet und Prozesse neu aufgebaut werden, wodurch sich zahlreiche projektbezogene Entscheidungen verzögern.
Meilenstein VerwendungsnachweisNach Fertigstellung der Bauarbeiten ist der sogenannte Verwendungsnachweis beim Fördermittelgeber vorzulegen. Dabei weist die Wurzener Land-Werke Glasfaser GmbH nach, dass sämtliche Fördermittel ordnungsgemäß eingesetzt und alle Fördervorgaben eingehalten wurden. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens gilt das Förderprojekt als vollständig beendet.
Gigabitausbau erschließt weitere AdressenFür den geförderten Ausbau von weiteren rund 1.770 Adressen steht das Fundament bereits: Die Ausschreibung für den Netzbetrieb ist erfolgreich beendet. Die Telekom Deutschland GmbH wird das künftige Gigabitnetz betreiben.
Planung und Bau: Finale Angebote werden im August erwartetDerzeit befindet sich die europaweite Ausschreibung für die Planung und den Bau des Gigabitnetzes in der finalen Phase. Die qualifizierten Unternehmen wurden zur Abgabe ihrer finalen Angebote aufgefordert.
„Vergabeverfahren dieser Größenordnung sind anspruchsvoll und unterliegen strengen vergabe- und förderrechtlichen Vorgaben. Baustart wird nach Abschluss der Vergabeverfahren und entsprechender Planungszeit voraussichtlich 2027 sein“, erklärt Geschäftsführerin Stefanie Kleine.
Zusätzlich wird derzeit parallel per Ausschreibung ein externer Projektsteuerer und Bauoberleiter gesucht, um die Wurzener Land-Werke Glasfaser GmbH zu unterstützen.
Verfahren mit höchstem Anspruch an PräzisionAuch der Gigabitausbau wird durch Fördermittel des Bundes und des Freistaates Sachsen im Rahmen der Gigabit-Richtlinie 2.0 finanziert – ohne diese Unterstützung wäre das Projekt wirtschaftlich nicht realisierbar. Die Wurzener Land-Werke Glasfaser GmbH steuert dabei die Förder-, Vergabe- und Bauprozesse eigenverantwortlich und mit großem Einsatz direkt vor Ort.
„Wir wissen, dass die Bürgerinnen und Bürger des Wurzener Landes sehnsüchtig auf schnelles Internet warten und würden am liebsten sofort überall loslegen“, betont Sarah Just, Projektleiterin für den Glasfaserausbau. „Doch die Realität ist hochkomplex. Um die Fördermittel dauerhaft zu sichern, muss jeder einzelne Verfahrensschritt rechtssicher und fehlerfrei umgesetzt werden. Sorgfalt geht hier vor Geschwindigkeit.“
Neben den vergabe- und förderrechtlichen Verfahren erfordern auch technische Abstimmungen und Genehmigungsprozesse viel Aufmerksamkeit. Geschäftsführerin Stefanie Kleine ergänzt: „Unser Ziel bleibt es, die zur Verfügung stehenden Fördermittel bestmöglich zu nutzen, um möglichst vielen Menschen im Wurzener Land einen leistungsfähigen Glasfaseranschluss zu ermöglichen.“
Wurzener Land als Vorreiter beim Glasfaserausbau in SachsenDass sich der Einsatz im Wurzener Land auszahlt, zeigt auch die Resonanz aus der Landespolitik: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer lobte im Format „MK Direkt“, dass sich das Wurzener Land in Sachen Glasfaser vorbildlich auf den Weg gemacht habe.
Der Erfolg gibt der Strategie recht: Mittlerweile sind bereits über 1.100 Anschlüsse am Netz und nutzen Highspeed-Internet.
Quelle: Wurzener Land-Werke GmbH


